Über Yma

Ein Interview mit dem Intendanten und Produzenten der Show Dr. Berndt Schmidt

Was sagt uns das Wort Yma?

Yma (gesprochen: Ima) ist der Name der Show und es ist zugleich der Name einer sehr ungewöhnlichen Frau, die uns durch ihre schillernde Welt, durch besondere Momente ihres Lebens führt.

Yma ist ein Name aus dem südamerikanischen Quechua-Dialekt und hat für uns keine inhaltliche Bedeutung. Er ist weiblich, verführerisch, geheimnisvoll und besonders. Außerdem klingt er sehr positiv.

Um was geht es in Yma?

In Yma geht es um ein außergewöhnlich schönes Leben. Das Leben der fiktiven Protagonistin Yma. Sie führt uns durch Stationen ihres toleranten und im positiven Sinne verrückten Lebens.

Die Show verbindet dabei in einem mitreißenden Show-Tornado prachtvolle Szenen aus ihrem freien Leben. Dabei wird eine neue Formensprache gefunden, die weg geht von traditionellen Theaterbühnenbildern und viel mehr eine schillernde Pop-Clip-Welt ist.

Wer ist Yma?

Yma ist eine wunderbare und strahlende Bühnenfigur. Außerhalb der Bühne existiert sie nicht. Yma wird gerade erst geboren, es ist ja eine Welturaufführung, aber zum Zeitpunkt der Premiere wird sie etwa 30+ Jahre jung sein, ca. 1,78 m groß und sie wird gespielt von einem Mann.

Warum wird Yma von einem Mann gespielt?

Shows, wie ich sie für den modernen FriedrichstadtPalast sehe, blenden die graue Realität und das Alltägliche aus. Die echte Welt bleibt draußen, willkommen auf dem Planeten FriedrichstadtPalast.

So eine Welt ist natürlich künstlich, eine Illusion. Aber eine wunderschöne und von unseren Gästen geliebte Illusion, wie eben vieles auf der Bühne eine Theaterillusion ist. Eine schöne Frau, die von einer schönen Frau gespielt wird? Das ist wenig überraschend und nichts Besonderes. Deshalb kann die Yma bei uns eine Illusion von einer wunderschönen Frau sein – eben zu schön, um wahr zu sein.

Dieses Spiel mit der Wahrnehmung ist einerseits eine Kunst, andererseits aber auch eine Philosophie der Toleranz, denn wenn das eine – in anderem Licht betrachtet – auch das andere sein kann, dann kommt man mit Vorurteilen nicht weit.

Wichtig ist, dass der Darsteller die Rolle der Yma als Frau perfekt spielt. Im Idealfall merkt der Zuschauer gar nicht – oder er vergisst es oder er glaubt es nicht -, dass Yma ein Mann ist. Hier geht es nicht um schrille Travestie und Schenkelklopfer, sondern um die perfekte Bühnenillusion.

Das Ganze ist eingepackt in die aufwändigste Bühnenproduktion, die es am Palast je gab. Noch nie haben wir soviel Geld in die Ausstattung einer Show investiert. Unsere Gäste werden die größte Theaterbühne der Welt in diesem Show-Tornado kaum wiedererkennen.