Friedrichstadt-Palast größter Film-Palast der Berlinale

Seit 2009 ist Europas größter Show-Palast während der Internationalen Filmfestspiele Berlin auch gleichzeitig der größte Film-Palast der Berlinale. Insgesamt gehören sechzehn Spielstätten zur großen Berlinale-Familie.

Bis zu 1.895 Sitzplätze, 180 Lautsprecherboxen und eine gigantische Leinwand mit einer Fläche von 220 Quadratmetern (22 Meter breit und 10 Meter hoch) machen den Friedrichstadt-Palast zum Besuchermagneten. VANITY FAIR nennt den Palast in einer Überschrift das ,schönste Kino’ der Berlinale und schreibt „Da wirkt jede Großaufnahme eines Wimpernschlags wie eine Offenbarung und vor jeder Schießerei möchte man in Deckung gehen. So überwältigend kann also Kino sein, wenn man es nicht auf Laptop- und Handyformat schrumpft.“ Über 270.000 Gäste kamen 2010 zu den 60. Internationalen Filmfestspielen Berlin, ein neuer Besucherrekord, und über ein Viertel davon in den Friedrichstadt-Palast.

Weltstars wie Jacki Chan und viele weitere prominente Gäste geben sich bei den Gala-Premieren und vielen Filmvorführungen jedes Jahr gewissermaßen die Klinke in die Hand. Unter ihnen Colin Firth, Helena Bonham Carter, Herbert Grönemeyer, Klaus Wowereit, Eva Padberg, Hape Kerkeling, Heino Ferch, Udo Lindenberg und Iris Berben. Ein besonderer Gast stand 2010 nicht offiziell auf der Gästeliste: Leonardo diCaprio schlich sich quasi durch den Hintereingang in den Saal. Er sah sich die Premiere von Fritz Langs restauriertem Meisterwerk „Metropolis“ an, das 83 Jahre nach dessen Uraufführung in seiner Originalfassung im Friedrichstadt-Palast Premiere feierte.

Eines der Highlights 2011 war der Dokumentarfilm „Sing Your Song“ über den Sänger, Schauspieler und Bürgerrechtler Harry Belafonte, der bei uns Premiere („Berlinale Special“) feierte. Vor Start des Films bekam der Künstler von Dieter Kosslick die Berlinale Kamera für sein außergewöhnliches Lebenswerk verliehen. Kosslick würdigte seine positive Kraft und sein andauerndes Engagement gegen die Rassentrennung und den Hunger in Afrika. Harry Belafonte bedankte sich für die stehenden Ovationen des Publikums höflich in Deutsch, er sagte: „Das war Spitze!“.

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